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Work-Life Balance

März 2019Knowledge

Was bedeutet es wirklich und wie kann man sie erreichen? 

Jeder spricht über „Work-Life-Balance“ und es scheint, als ob nicht viele Menschen wissen, wie man sie tatsächlich erreicht. Allerdings, wie kommt man überhaupt ausder Balance? Ist es wegen der vielen Rechnungen, die man zahlen muss, der fordernde Chef, eine problematische Familien-Angelegenheit, die Angst vor Veränderung, die Angst vor der Angst?

Der Begriff Work-Life-Balance scheint auszudrücken, dass Arbeit und Leben nicht eins sind. Also, wir haben auf der einen Seite unsere Arbeit und auf der anderen Seite unser Leben… Hört sich nach einer Trennung dieser beiden Bereiche an. Stimmt das so?

Tony Robbins, ein berühmter amerikanischer Life- und Motivations-Coach hat einmal zu mir gesagt:

Karin, du weißt, dass du am richtigen Ort bist, wenn du nicht weißt, ob du arbeitest oder spielst.

Tony Robbins

Unsere Arbeit – unser Leben

Wir haben meistens Jobs, um unsere Rechnungen zu bezahlen. Wir mögen uns nicht im Job, wir mögen den Job nicht, wir mögen unsere Kollegen nicht und natürlich mögen wir unsere Chefs und die Bezahlung auch nicht. Allerdings auch dann, wenn wir mehr bezahlt bekommen, setzt dieses Gefühl von Unzufriedenheit und Langeweile wieder ein und wir fühlen uns übermäßig müde, kommen in einen Beschwerde-Modus und warten verzweifelt auf Freitag. Dann denken wir: „Großartig, es ist Wochenende“ und das nennen wir dann unser echtes Leben. Manche betrinken sich, manche nehmen Drogen, manche Essen zu viel, schauen endlos lange fern oder „netflixen“. Manche streiten mit der Familie oder mit Freunden, oder machen alles auf einmal an einem wunderschönen Wochenende, das eigentlich dafür gedacht war, um einfach „zu leben“. Und dann – oh nein – Montag kommt wieder um die Ecke, und wir melden uns krank, ziehen uns die Decke über den Kopf und tauchen wieder ab – noch ein einziges Mal.

Wenn du dich in diesem Denken und Verhalten selbst erkennst, dann ist es an der Zeit, deine Perspektive zu ändern.

Dein Leben ist keine Generalprobe

Wir alle haben nur dieses eine Leben. So ist es. Dein Leben ist keine Generalprobe für etwas Besseres oder Größeres.

Viele Menschen kommen zum Yoga, um Antworten zu finden, um herauszufinden, was sie wirklich begeistert. Durch Yoga, Meditation und Selbstbefragungen finden wir schlussendlich meist heraus, was unser Feuer entfacht. Wenn wir einmal diesen Pfad gewählt haben, dann scheint das Leben „zu fließen“, es wird sogar leicht, in der Früh aufzustehen. Wir können es kaum erwarten anzupacken und diese Welt zu verändern und einen echten Beitrag zu leisten… Plötzlich können wir (falls nötig) stundenlang arbeiten, ohne uns zu beschweren. Wir müssen uns nicht mehr Sorgen machen um irgendeine Form des Burn-outs. Wir finden es gut, wie es ist, sogar in schwierigen Situationen.

Go with the flow

In dem Moment, in dem wir anfangen tief ein- und auszuatmen, und uns im Hier und Jetzt „verankern“ – den einzigen Moment, den wir haben – beginnt die Last zu verschwinden, das Leben leichter zu werden und wir sind fähig „to go with the flow“. Wie die Vinyasa, von einer Pose zur nächsten, nahtlos.

Also, warum nicht so oft wie möglich Achtsamkeit praktizieren, an Gruppenmeditationen teilnehmen und bedeutungsvolle Gespräche mit Kollegen führen (anstatt abzudriften in Klatsch & Tratsch und Gedanken in Autopilot, die einen nur erschöpfen und vielleicht sogar depressiv machen). Loslassen des immer gleichen Geredes in unserem Verstand (Geist) und stattdessen ganz und gar im Moment zu sein, mit dem was ist, auch wenn sich das für einen Moment auch mal nicht so gut anfühlen kann.

Hör auf, deine Energie mit unnützen Gedanken und Verhalten zu vergeuden. Wenn du dich entschließt deine Perspektive zu ändern, und beginnst die kleinen Dinge in deinem Leben, im Hier und jetzt zu schätzen, dann wird das der Moment sein, indem du das Gefühl der Balance entwickelst, egal ob bei der Arbeit oder in deiner Freizeit. Die Trennung von Arbeit und Leben ist eine Illusion und nicht sachlich. Es ist alles eines und es nennt sich DEIN LEBEN.

Achtsamkeit ist der Schlüssel zum Glück und zur Balance und es startet alles mit deinem Atem. Also, beobachte dich selbst während du einatmest und ausatmest und atme immer weiter. Dein Atem ist deine Lebenskraft.

In allen Yoga-Posen ist der Atem der Schlüssel, der dich im Hier und Jetzt verankert.

Atme Lebenskraft ein, und alles was du nicht mehr brauchst aus.

Zum Thema passend entdecken wir heute den Krieger 1 (Virabhadrasana):

Warrior 1 (Karin Klein in Maui, Hawaii)