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Die 3 Arten von Faulheit & wie du sie erkennst

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Kennst du das auch? Manchmal fühlst du dich, als würdest du dich abmühen, ohne wirklich voranzukommen. Die Dinge, die dir wirklich wichtig sind, bleiben liegen – und du fragst dich, warum das so ist. Haben wir wirklich keine Zeit – oder vermeiden wir etwas aus uns nicht wirklich bewussten Gründen?

Kann es sein, dass wir uns selbst sabotieren, festhängen in alten Mustern oder Denkweisen? Oft merken wir sogar, dass wir nicht weiterkommen – und fühlen uns deshalb ein bisschen schlecht. Und trotzdem lassen wir uns von Gedanken ablenken wie: „Ich bin müde“, „Heute war sowieso schon alles genug“ oder „Ich habe einfach keine Zeit“. So verlieren wir die Verbindung zu dem, was uns wirklich wichtig ist.

Im Buddhismus wird Faulheit nicht als Makel gesehen, sondern als etwas sehr Menschliches. Sie zeigt sich in unterschiedlichen Formen – und jede von ihnen möchte zuerst erkannt werden.

1. Die Faulheit des Körpers

Du spürst sie, wenn dein Körper schwer ist und dir die Energie fehlt. Du bleibst lieber lange im Bett liegen weil Du dich zu kaputt fühlst um aufzustehen. Bewegung, Yoga oder Meditation fühlen sich dann wie eine zusätzliche Belastung an. Obwohl Du weißt, dass es Dir sehr gut tun würde. Hier hilft es, liebevoll mit dir zu sein. Kleine Schritte, frische Luft und ein paar bewusste Atemzüge reichen häufig, um den Körper wieder einzuladen, mitzumachen.

2. Die Faulheit des Verstandes

Manchmal ist nicht der Körper müde, sondern der Verstand. Gedanken sind träge, der Kopf wirkt vernebelt, und du hast wenig Lust, dich innerlich zu beschäftigen. Oft kommt das Gefühl hinzu, dass die Ziele, die wir uns setzen – zum Beispiel persönliche Veränderung oder langfristige Vorhaben – zu groß oder unerreichbar sind. Du denkst: „Das schaffe ich doch nie“, anstatt es einfach Schritt für Schritt zu versuchen.

Ein kurzer Moment der Ehrlichkeit kann hier viel bewirken: Innehalten, aufschreiben, was dich gerade bewegt, oder dich einfach fragen, wie es dir wirklich geht. Schon kleine Schritte können helfen, den Verstand wieder in Bewegung zu bringen.

3. Die Faulheit der Überbeschäftigung (the busyness)

Diese Form ist besonders gut getarnt. Du bist ständig aktiv, deine To‑do‑Liste ist lang – oft so lang, dass sich alles Weitere einfach nicht mehr machbar anfühlt. Selbst Dinge, von denen du weißt, dass sie dir guttun würden, scheinen keinen Platz mehr zu haben, weil „eh schon alles zu viel ist“.
Geschäftigkeit behindert dich insgeheim daran, still zu werden oder etwas zu verändern. Dazu kommt die Anhaftung an Routinen und den gewohnten Ablauf: „So wie es gerade ist, halte ich es irgendwie aus“. Wenn du dich darin wiederfindest, dann bedeutet das, dass du dich in einer Art „Überlebens Mechanismus“ befindest.

Manchmal sagst du dir auch: „Nur ich kann bestimmte Aufgaben erledigen.“ Du gibst ungern ab, weil du meinst, andere würden es nicht sorgfältig genug machen – sei es zu Hause, wenn du die Kinder ins Bett bringst, weil der Partner länger braucht, oder bei der Arbeit, weil du Aufgaben besonders gründlich erledigen kannst.

Dadurch entsteht noch mehr Druck, und der Raum für das wirklich Wichtige wird enger.

Schon ein kleiner Schritt – eine Aufgabe weniger, ein bewusstes Innehalten oder das Wichtige einmal ganz nach oben auf die Liste zu setzen – schafft gleich wieder Raum.

Die meisten Schatten in diesem Leben entstehen dadurch, dass wir in unserem eigenen Licht stehen.

Ralph Waldo Emerson, amerikanischer Philosoph & Schriftsteller (1803-1882)

Der Schlüssel zu dir selbst

Wenn du dich wirklich selbst kennenlernen und nachhaltig deine Muster und Gewohnheiten verändern möchtest, führt kein Weg an der täglichen Meditation vorbei. Sie ist der Schlüssel, um ein tiefes Bewusstsein für dich selbst zu entwickeln. Oft leben wir unbewusst in einem Zyklus aus Gewohnheiten, die uns einschränken, ohne dass wir es merken. Doch wie können wir erkennen, dass wir in einer Faulheit gefangen sind?

Das ist einfach: durch Meditation. Sie schenkt uns den Raum und die Stille, um unsere inneren Stimmen zu hören und die Automatisierungen unseres Alltags zu durchbrechen. Meditiere und du wirst dir deiner selbst und deiner Verhaltensmuster gewahr. Ohne diese bewusste Auseinandersetzung bleibt der Wandel aus, und wir finden uns immer wieder im selben Kreis wieder. Nutze die Kraft der Meditation, um voranzukommen und deine Transformation zu gestalten.

Ich wünsche dir eine aufregende Entdeckungsreise zu dir selbst. Wenn du Fragen zu diesem oder anderen Themen der Persönlichkeitsentwicklung und Achtsamkeit hast, schreibe uns.

Namaste,

Deine Karin